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Ein eigenes Gewerbe mit Zukunft: Piggery (Ferkelmast / Ferkelaufzucht)

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Wer in die Philippinen auswandern möchte, sollte sich zumindest dann Gedanken machen, wovon er dort leben möchte, wenn er nicht über gute Einkünfte anderer Quellen verfügt. Ich möchte Ihnen hier die Backyard Piggery vorstellen. Eine Ferkelmästerei.

Ein Gewerbe in den Philippinen: Backyard piggery (Seite 2)

kleine Piggery Eine übliche Backyard Piggery besteht aus einem recht einfachen Grundriss. Notwendige Bestandteile sollten sein: Räume für die Schweine und ein Septic Tank. Allen gemein ist, das aus Kostengründen reine Betonböden verwendet werden. Die Böden werde mit Gefälle zur rückwärtigen Wandseite ausgeführt wo dann im Normalfall eine Rinne Flüssigkeiten wie Wasser oder Urin zum Septic Tank abführt.

Septic tank Unter einem Septic Tank versteht man auch in den Philippinen normalerweise eine recht aufwendige Anlage zur Reinigung, Zersetzung von Feststoffen und Rückführung von Brauchwasser in den Grundwasserbereich. Eine solche Anlage werden Sie in einer Backyard Piggery selten vorfinden. Dort wird im Normalfall lediglich mit den landesüblichen Hollow blocks eine Grube ausgekleidet, in die das Abwasser eingeleitet wird und wo es dann langsam im Boden versickert und das Grundwasser im näheren Umfeld verunreinigt. Der anfallende Kot wird bereits täglich mehrmals vorher aus dem Raum mit den Schweinen entnommen und meistens in einer Grube entsorgt (vergraben), da es kaum Verwendung als Dünger dafür gibt. Wer also Wert auf ein gut funktionierendes System legt, sollte über zusätzlich Anbaufläche für Mais nachdenken, da dort zumindest der reine Kot (es wird keine Einstreu verwendet) sinnvoll als Dünger verwendet werden kann und durch den Anbau zusätzlich Futter erzeugt werden kann.

Ich habe mich mit dieser Art der Schweinezucht/mast nie anfreunden können, weil ich sie als sehr unnatürliche Haltung der Tiere empfinde.

Wie für viele andere private Bauvorhaben werden in ländlichen Regionen auch für einfache Gewerbebetriebe keinerlei Baugenehmigungen verlangt. Somit entscheidet immer der beauftragte "Carpenter", wie sich häufig der im Hausbau (in eigener Regie) kundig gemachte Handwerker bezeichnet. Allerdings darf man durchaus erstaunt sein, mit wie wenig Hilfsmitteln diese Leute sogar Betondecken im 2. Obergeschoss erstellen. Trotzdem macht es Sinn, die Bauarbeiten regelmäßig TÄGLICH zu beaufsichtigen (oder beaufsichtigen zu lassen).

Der Grund dafür ist ganz einfach: Wenn ich als Auftraggeber mit westlichen Vorstellungen "Unruhe" in die gewohnte Arbeitsweise bringe, wenn ich "Sonderwünsche" äußere und damit Unsicherheit erzeuge, muss ich darauf gefasst sein, dass diese NICHT umgesetzt werden. Filipinos arbeiten gerne nach eigenem Gusto. Dabei werden dann schnell abgesprochene Fenster vergessen oder zu groß ausgelegt (weil das die Standardgröße ist), Türen werden auch gerne nach eigenen "Erfahrungswerten" erstellt anstatt auf Maßvorgaben zu achten.

Isolierschaum Ganz besonders die Verwendung von Isolierung ist in den Philippinen nahezu unbekannt, obwohl es sogar zumindest standardmäßig einen Kunststoffschaum mit ein- oder zweiseitiger Aluminiumbeschichtung gibt. Die normale Stärke beträgt ca. 4mm. Es gibt ihn aber auch (je nach Hardware Store) in dickerer Ausführung. Dabei wurden dann entsprechend mehrere Lagen übereinander geklebt.

Da ich mich nie mit dieser Art der Schweinehaltung anfreunden konnte, habe ich darauf verzichtet, dies hier weiter zu vertiefen. Inzwischen hat sich in meinem privaten Bereich einiges zum Vorteil verändert und nun geht es daran, die Chancen zu nutzen und eine Piggery aufzubauen, die meinen Vorstellungen viel näher kommt.

Die neue Piggery...




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