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Der Verzehr von Hunden ist in den Philippinen nicht generell verboten

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Unterschiedliche Einstellungen und kulturelle Entwicklungen können durchaus zu unangenehmen Situationen für Deutsche im Ausland führen. Hier: "Pulutan"

Hundefleisch in Asien

Allgemeine Betrachtungen
Manchem Deutschen wird sich schon bei dem Gedanken an den Verzehr von Hundefleisch der Magen umdrehen. Jedoch sollte man so fair und weltoffen sein, zunächst einmal den Grund dafür zu erforschen. Ich (Frank) behaupte, dass es sich lediglich um eine Frage der Gewohnheit handelt. Wir werden von Kindesbeinen an bestimmte Nahrung gewöhnt. Darin ist keine Hundefleisch enthalten. Auch fehlen Heuschrecken, Kakerlaken und sonstiges Getier, dass bei uns Ekel auslöst. Wir sind also geprägt durch unsere Esskultur. Jedoch gibt es neben unserer eigenen Kultur weitere, unterschiedliche Kulturen.

Darf unsere Kultur der Maßstab aller Dinge sein? Mein bevorzugtes Beispiel ist die Frage an meine deutschen Mitmenschen: Was empfindet wohl ein Inder, wenn er auf Besuch in Deutschland den Verzehr von Rindfleisch gewahr wird? Zur Info: In Indien sind Kühe heilig und der Verzehr ist ein Nahrungstabu.

Hundefleischverzehr in Asien
HundezwingerDer Verzehr von Hunden hat vermutlich unterschiedliche Gründe in Asien. Knappheit an Proteinlieferanten ausreichender Größe? Mag durchaus für die ärmeren Regionen an den Grenzen Thailands ein möglicher Grund sein. Der besondere Geschmack eines fleischfressenden Tieres? Oder einfach nur die Freude an einem besonderen Geschmack? Eventuell der chinesische Antrieb, spezielle Hunde für die Fleischlieferung zu halten. Aus Japan ist mir Hundefleisch nicht selber bekannt, aufgrund etlicher anderer kurioser Lebensmittel dort wage ich jedoch auch den Erhalt dort zu vermuten. In den Philippinen gilt es als kleine Delikatesse, die jedoch nur zu besonderen Anlässen serviert wird und auch nur guten Freunden. Denn schließlich muss man immer einen ganzen Hund kaufen. Der Preis liegt dann je nach Größe bei circa 500 PHP.

Das es sich um etwas Besonderes handelt, lässt sich an dem Begriff "Pulutan" (die Betonung liegt auf dem zweiten u) ersehen. Es bezeichnet generell etwas zum Essen während dem Genuss von alkoholischen Getränken. Da in den Philippinen Alkohol bevorzugt erst bei Einbruch der Dämmerung genossen wird, erweckt der Verzehr von Hundefleisch als Knabberspaß fälschlicherweise den Eindruck, Verbotenes zu genießen. Laut Aussage von Tess sollen in ihrem Lebensbereich jedoch lediglich für Manila und für Baguio ein entsprechendes Verbot bestehen.

Für Interessierte - "Letchon"
Hundetransport Ich habe erstmals von Hundefleisch in den Philippinen erfahren, als Tess mir eine Liste von Spezialitäten erstellte. Eines der Nationalgerichte ist das "Letchon Baboy". Regional oft nur als "Litchon" zu lesen. Dabei handelt es sich um so etwas ähnliches wie unser Spanferkel. Gibt es manchmal auch im Straßenverkauf als Kiloware. Weitere Letchon Varianten sind dann noch: "Baka" (Rind), "Manok" (Huhn) sowie "Aso" (Hund). Ich habe erst später erfahren, dass "Pulutan" eigentlich eine Art Synonym für Hundefleisch darstellt. Denn tatsächlich wird Pulutan generell für "Knabberware" verwendet. Egal, ob es sich um kleine Schnecken oder eben z.B. kleine Häppchen Hundefleisch handelt.

Hundefleisch Bei dem hier gezeigten Hundefleisch handelt es sich um die Version des zuvor in kleine Stücke zerteiltem Fleisch, dass anschließend leicht angebraten wird und dann in einem Sud aus Ingwer, Zwiebeln, Knoblauch, Sojasauce und etwas Essig sowie einer Prise Zucker geschmort wird. Die Zubereitung gleicht der Variante "Adobo". Ich werde auf Rezepte an anderer Stelle eingehen. Allerdings nicht mit der Zubereitung von Hundefleisch.




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