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Die Philippinen: Erfahrungen beim Kauf eines Scooters

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Um etwas mobiler sein zu können wollte ich einen Scooter kaufen. Wegen Tess sollte er ein automatisches Getriebe haben. Meine Vorstellung war: hingehen, kaufen und fertig.

Scooter kaufen in den Philippinen - Ein Erfahrungsbericht



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Kulturunterschiede?
In Deutschland war ich es gewohnt, dass nach der Kaufvertragsabwicklung und einer Anzahlung das Fahrzeug bereits für den vereinbarten Termin zur Übergabe fertig vorbereitet wird. Befreit von unnötigen Schutzfolien, eventuell eine Grundreinigung, Probefahrt auf eventuelle Mängel oder Geräusche, Unterlagen für das Fahrzeug zusammengestellt etc.

Das scheint man in den Philippinen etwas anders zu sehen. Oder etwa nur in San Felipe? Hier hatte, bis der vollständige Betrag am Montag, nach Banköffnung auf dem Tisch lag, erst einmal gar keine weitere Aktivität stattgefunden. Nachdem dann der Roller vollständig bezahlt war (38.000 PHP) wurde uns angeboten, den Roller gegen Mittag (Lunch time) bei uns anzuliefern. Dieser Service würde nur 150,00 PHP kosten. Das Angebot war OK und so warteten wir dann um die Mittagszeit auf den neuen Scooter... vergeblich.

Nach wiederholter Nachfrage wurde uns dann der Roller am späten Nachmittag gebracht. Wir hatten darum gebeten gehabt, den Roller auf unsere Kosten vollzutanken, was natürlich nicht geschehen war. Da aber auch schon bei der Anlieferung der zu niedrige Reifendruck zu erkennen war, haben wir den Mechaniker gleich zur Tankstelle zurück geschickt.

Auf eine weitere "Überprüfung" wurde zunächst verzichtet. Lediglich das Bedienungshandbuch vermisste ich, welches ich bei einem Bier lesen wollte. Kam also gleich auf die Todo-Liste. Bevor es dann jedoch dunkel wurde, hielten wir es nicht mehr aus und wollten mit dem neuen Roller doch eben schon mal die neue Mobilität genießen und im Ort noch schnell ein paar gegrillte Hähnchen holen. Dabei stellte sich sehr schnell raus, dass der Roller nicht sauber beschleunigte, nicht richtig Gas annahm und bei Stopps einfach ausging. Seltsame Klappergeräusche verunsicherten uns zusätzlich. Das hätte dem Händler bei einer Probefahrt bereits auffallen müssen, oder dem Mechaniker bei der Anlieferung. Also... auf die Todo-Liste. Die seltsamen Klappergeräusche konnten wir später selber lokalisieren und beseitigen. Die Zierblende auf dem Auspufftopf war lose.

Auf der Suche nach dem Service
Dienstag morgen wurde der Händler kontaktiert und über das technische Problem informiert und das fehlende Handbuch. Er sicherte Tess zu, dass der Roller noch heute zur Überprüfung abgeholt wird... was natürlich nicht geschah. Also entschloss ich mich, am Mittwoch morgen den Roller zum Händler zu fahren mit der Hoffnung, dass das Problem schnell gelöst werden könnte. Eventuell nur ein Problem mit dem Vergaser?

Ich kam so gegen 9:00 morgens dort an und bekam auch gleich einen Stuhl neben den Roller gestellt... den ich praktisch bis 12:30 kaum verließ. Das war nämlich der Moment, als der Händler mir mitteilen musste, dass trotz Austausch des Vergasers das Problem nicht behoben werden konnte. Zwischenzeitlich hatte der Mechaniker an zwei weiteren Modellen gearbeitet: Ein 155er Motorrad mit Zündproblemen und ein weiterer Roller (anderes Model) mit Zündschwiergkeiten. Beides neue Fahrzeuge! Das stimmte mich etwas nachdenklich. Sollte die Geschichte etwas falsch sein, dass Rusi einen wichtigen Entwicklungsmann bei Honda abgeworben hatte und dieser nun seine Erfahrung Rusi zur Verfügung stellte? Immerhin gibt es da Klagen seitens Honda zu lesen.

Ich nahm dann gegen 12:45 einen Bus zurück, da der Roller für weitere Test dort verbleiben sollte. Am Donnerstag wurde uns dann mitgeteilt, dass das Problem wohl ein Produktionsfehler der Zündspule ist. Die muss jedoch als Garantiefall von der Hauptniederlassung in Olongapo bei der Zentrale in Dumaguete reklamiert und auf das Ersatzteil von dort gewartet werden. Naja... warum kauft man sich schon einen Roller? Wahrscheinlich, um auf Ersatzteile zu warten. Ich ließ Tess dann mal anfragen, wie es mit einem gebrauchten Gerät als Ersatz aussieht, bis der Roller fahrbereit ist. Diese Anfrage erschien vollkommen ungewöhnlich und musste erst mit der Hauptniederlassung abgeklärt werden. Am nächsten Tag (am Dienstag) kam dann aber die erlösende Meldung: Der Roller ist fertig. Der Händler brachte ihn auch selber zu uns wobei ich Tess dazu anhielt klarzustellen, dass ihre Ansage, ich hätte mich per Email bei der Zentrale in Dumaguete beschwert, ein Missverständnis war. Ich hatte die Email nämlich nicht abgeschickt, da der Roller gerade dann als "Fertig" gemeldet worden war. Dies hatte dem Händler scheinbar schwer im Magen gelegen.

Rusi branch
Von links nach rechts: Mechaniker und Chef der RUSI Niederlassung in San Felipe

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